| "Taubergiessen"
liegt in der südlichen Oberrheinebene zwischen Freiburg im Breisgau und
Offenburg. Es umfaßt auf einer Fläche von 1682 Hektar die rheinnahen
Bereiche
der Gemeinden Kappel-Grafenhausen und Rust im Ortenaukreis sowie
Rheinhausen im Landkreis Emmendingen.
Das Schutzgebiet schließt den zirka 1000 Hektar großen
rechtsrheinischen
Grundbesitz der elsässischen Gemeinde Rhinau mit ein.
Wegen
der ständigen Änderungen des Rheinlaufs lagen im 16. Jahrhundert diese
Flächen zeitweise linksrheinisch (d. h. westlich des
Hauptstroms).
Als Ergebnis landesherrschaftlicher Auseinandersetzungen kamen sie in
den Besitz der Gemeinde Rhinau. Auch als der Rhein seinen Lauf
erneut
verlegte und die Liegenschaften wieder rechtsrheinisch wurden,
blieb
es bei der getroffenen Besitzregelung.
In
Nord-Süd-Richtung erreicht das Schutzgebiet eine Länge von ca. 12
Kilometern; die größte Breite beträgt ca. 2,5 Kilometer.
Die
Westgrenze des Naturschutzgebietes verläuft teilweise in der
Rheinmitte,
d. h. entlang der Staatsgrenze zu Frankreich. In diesem Bereich
(zwischen den Rhein-Kilometern 253,4 und 252,2) stößt es direkt an die
Réserve naturelle de l`Ile de Rhinau` (Naturschutzgebiet
"Rhinauer
Insel") und bildet die am Rhein bisher einzige grenzübergreifende,
deutsch-französische Naturschutzzone.
Die
Ostgrenze des Schutzgebiets folgt teils der natürlichen Grenze der
Rheinaue
(Hochgestade), teils den Hochwasserdämmen. Im Raum Rust und
Rheinhausen
verläuft die Grenze zumeist entlang der Hochwasserdämme und am
Rand
der Auenwälder. Die südliche Grenze bildet der Leopoldskanal, an den
sich
südlich das Naturschutzgebiet "Rheinniederung Wyhl-Weisweil"
anschließt.
Etwa
zwei Drittel des Gebietes sind von Wald bedeckt; im übrigen Teil mit
landwirtschaftlicher
Nutzung überwiegt das Grünland. Seit 1979 ist der Taubergiessen
Naturschutzgebiet. Es erhielt 1997 eine überarbeitete Schutzverordnung
mit erweiterter Grenzziehung und verbesserten
Schutzbestimmungen.
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