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Herzlich Willkommen im Naturparadies Taubergießen!

Das Naturschutzgebiet "Taubergiessen" ist eines der größten Naturschutzgebiete des Landes Baden-Württemberg. Der Name "Taubergiessen" stammt von einem gleichnamigen Gewässerlauf im nördlichen Teil des Gebiets. "Giessen" sind von Grundwasser gespeiste Fließgewässer, die für das Naturschutzgebiet besonders  charakteristisch sind. "Taub" geht auf eine alte Bezeichnung von Fischern für ein nährstoffarmes Gewässer mit geringem Fischbestand zurück. Im Schutzgebiet erwartet den Besucher eine weitläufige Wiesen- und Waldlandschaft, die von einem dichten  Gewässernetz durchzogen ist. Zu jeder Jahreszeit bietet sie eindrucksvolle Natur- und Landschaftserlebnisse - auch im Winter. Zu dieser Jahreszeit lohnt ein Besuch schon wegen der zahlreich hier rastenden Wasservögel. Im zeitigen Frühjahr laden die Wälder mit ihrer reichen Bodenflora und dem Konzert der Vogelstimmen zum Streifzug ein. Die  Wiesen beeindrucken besonders im Mai und Juni durch ihre Blütenpracht.
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"Taubergiessen" liegt in der südlichen Oberrheinebene zwischen Freiburg im Breisgau und Offenburg. Es umfaßt auf einer Fläche von 1682 Hektar die rheinnahen Bereiche der Gemeinden Kappel-Grafenhausen und Rust im Ortenaukreis sowie  Rheinhausen im Landkreis Emmendingen. Das Schutzgebiet schließt den zirka 1000 Hektar  großen rechtsrheinischen Grundbesitz der elsässischen Gemeinde Rhinau mit ein.

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Wegen der ständigen Änderungen des Rheinlaufs lagen im 16. Jahrhundert diese Flächen  zeitweise linksrheinisch (d. h. westlich des Hauptstroms). Als Ergebnis landesherrschaftlicher Auseinandersetzungen kamen sie in den Besitz der Gemeinde Rhinau.  Auch als der Rhein seinen Lauf erneut verlegte und die Liegenschaften wieder  rechtsrheinisch wurden, blieb es bei der getroffenen Besitzregelung.
home_karteIn Nord-Süd-Richtung erreicht das Schutzgebiet eine  Länge von ca. 12 Kilometern; die größte Breite beträgt ca. 2,5 Kilometer.

Die Westgrenze des Naturschutzgebietes verläuft teilweise in der Rheinmitte, d. h.  entlang der Staatsgrenze zu Frankreich. In diesem Bereich (zwischen den Rhein-Kilometern 253,4 und 252,2) stößt es direkt an die Réserve naturelle de l`Ile de Rhinau`  (Naturschutzgebiet "Rhinauer Insel") und bildet die am Rhein bisher einzige grenzübergreifende, deutsch-französische Naturschutzzone.

Die Ostgrenze des Schutzgebiets folgt teils der natürlichen Grenze der Rheinaue  (Hochgestade), teils den Hochwasserdämmen. Im Raum Rust und Rheinhausen verläuft die  Grenze zumeist entlang der Hochwasserdämme und am Rand der Auenwälder. Die südliche Grenze bildet der Leopoldskanal, an den sich südlich das Naturschutzgebiet "Rheinniederung Wyhl-Weisweil" anschließt.

Etwa zwei Drittel des Gebietes sind von Wald bedeckt; im übrigen Teil mit landwirtschaftlicher Nutzung überwiegt das Grünland. Seit 1979 ist der Taubergiessen  Naturschutzgebiet. Es erhielt 1997 eine überarbeitete Schutzverordnung mit erweiterter  Grenzziehung und verbesserten Schutzbestimmungen.



im Taubergiessen gibt es viel zu entdecken.